Animationen

„GEHEN AM ORT“ – MARKUS BUNDI

Gehen am Ort als Charakteristikum des Menschen: Markus Bundi spürt dieser Eigenschaft im Gedicht, in einer Erzählung, im Monolog und in einem kurzen Traktat nach. Im Blick sowohl der Beginn als auch die Gegenwart des Menschengeschlechts, der Größenwahn des Individuums und – gegebenenfalls – seine Gesundschrumpfung. Immanent stellt sich die Frage, was es heißt, sich zu versprechen und ob Versprecher und Versprechen nicht dasselbe sind. „Was geschieht, geschieht“, lautet einer der knappen Sätze in diesem Buch, ein dazugehöriger Sinn kann von den Protagonisten nur immer behauptet beziehungsweise erfunden werden: „Handeln, tun und verrichten, solange es geht, solange man lebt.


„SELBSTAUSLÖSER“ – EIN BUCH VON JEAN-MARC SEILER UND MARKUS BUNDI

„Der Begriff Selbstauslöser ist uns aus der Photographie bekannt. Er verweist auf einen verzögerten Belichtungsvorgang, der es dem Photographen erlaubt, ein Bild zu machen und obendrein selber auf diesem Bild abgelichtet zu sein. Das Ich ist dann doppelt anwesend: als inszenierendes Subjekt und als in Szene gesetztes Objekt. Diese Verdopplung ist bekanntlich ein riskantes Spiel; die Aufnahme kann leicht verwackeln, und statt des uns doch so wichtigen Gesichts sehen wir manchmal bloß den Rumpf, ein Bein oder einen Arm des Photographen. Von der Riskanz solcher Spiele erzählen die hochgradig selbstreflexiven Gedichte Bundis und die kaum weniger selbstreflexiven Bild-Assemblagen Seilers.


„WELTEN“ – EIN PROJEKT VON JEAN-MARC SEILER UND MARKUS BUNDI

WELTEN – das klingt nicht gerade unbescheiden. Doch für den Zürcher Grafiker Jean-Marc Seiler und MB ging es nicht anders. WELTEN , das ist der kleinste gemeinsame Nenner, den Fotografien Seilers und Bundi-Kürzesttexte (Aphorismen, Gedichte oder Notate) miteinander verbinden. Doch wenn diese Texte und Bilder ineinander übergehen, wird eine Spannung erzeugt, wie sie im Alltäglichen und Selbstverständlichen immer präsent, zumindest latent vorhanden ist: das Leben selbst. Es geht immer um alles, konzentriert in einer Momentaufnahme, für einen Blick, der dann doch einen zweiten erfordert, weil das Denken des Betrachters einsetzt – und so schnell nicht mehr aufhört. WELTEN , das sind auch Sprungbretter, Anreize, Provokationen, Kleinigkeiten. Scheinbar unspektakulär gehen Bild und Text eine Symbiose ein, die manchmal poetisch, manchmal explosiv ist. Zum dritten Mal (und erstmals im Aargau) geben der 1942 geborene Künstler Jean-Marc Seiler und MB einen Einblick in ihr Projekt. Die ersten beiden Ausstellungen zu WELTEN hat Franjo Seiler in einer Animation gebannt, die ebenfalls in Baden zu sehen sein wird, als Herleitung, als fliessende Denkbilder – als eine Welt für sich.
Animation zu den Sujets 1 bis 14 von Franjo Seiler